Wach und Fit im Schichtdienst

Das Problem

Silke K. und ihr Mann Holger arbeiten beide im Schichtdienst. Er in der Produktion bei einem

Automobilzulieferer, sie in der Pflege. Silke tut das nicht gut. Sie schläft schlecht. Ihre Arbeitszeiten

sind unregelmäßig. Mal muss sie um halb fünf zur Frühschicht aufstehen, mal abends bis Viertel

nach neun Spätschicht machen. Danach findet sie keine Ruhe. Die Geschichten der Patienten lassen

sie nicht los. Manchmal nickt sie auf dem Sofa vor dem Fernseher ein. Wenn sie dann wieder

aufwacht und ins Bett geht, kann sie nicht weiterschlafen. Ihrem Mann geht es etwas besser. Seine

Wechselschichten sind in regelmäßiger Rotation organisiert. Aber auch er hat in letzter Zeit

zunehmend Probleme, sich ausreichend zu erholen.

 

Die Analyse

Das oberste Gebot der Schlafmedizin heißt Regelmäßigkeit. Jeden Tag um die gleiche Zeit ins Bett,

jeden Tag um die gleiche Zeit aufstehen. Für Schichtarbeiter ist das unmöglich. Sie versuchen, mit

den unregelmäßigen Ruhezeiten irgendwie klarzukommen, werden dabei aber meist sich selbst

überlassen. Mit der Zeit riskieren sie Ein- und Durchschlafprobleme, Appetitstörungen, Magen-

Darm- oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Solange sie jung sind, steckt der Organismus das noch

weg, aber ab Mitte 40 hat etwa ein Viertel der Schichtarbeiter Probleme. Spätestens jetzt brauchen

sie dringend Unterstützung, im Idealfall von Beginn an, damit die Probleme gar nicht erst so groß

werden.

 

Die Lösung

Erholungskompetenz kommt nicht von selbst. Sie ist ein Handwerk, das erlernt werden kann.

MitarbeiterInnen im Schichtdienst können in gezielten Trainings lernen, wie sie sich besser erholen

und Müdigkeit im Dienst wirksam vorbeugen. Die Auswirkungen sind am Arbeitsplatz und im

Privatleben zu spüren. Beschäftigte im Schichtdienst können ihre Leistungsfähigkeit und

Gesundheit verbessern und ihre Lebensqualität steigern. Die Angebote von schaffenskraft &

wohlgemut unterstützen dabei.